DAAB Urtikaria

Gartenplanung

Allergien im Blick

Speziell für Allergiker und Asthmatiker sind Informationen über allergene Eigenschaften und Pollenproduktion der verschiedenen Gartenpflanzen wichtig. Pollenallergiker müssen nicht generell alle Pflanzen meiden. Es muss vielmehr diagnostiziert werden, auf welche pflanzlichen Auslöser Allergien bestehen. Sind diese bekannt, sollte man sich über die Blütezeit, die Pflanzenfamilie mit ihren typischen Vertretern und eventuelle Kreuzreaktionen informieren.

Bei bestehenden Gärten kann ebenfalls eine Umgestaltung unter Berücksichtigung der Allergenität erfolgen. So kann ein Haselnussstrauch gegen einen unproblematischen Strauch wie etwa eine Weigelie oder Kolkwitzie ausgetauscht werden.

Ungiftige Alternativen für Kontaktallergiker sind zum Beispiel Fackellilie, Frauenmantel, Lobelie, Löwenmäulchen, Kräuter wie Salbei, Thymian und Katzenminze, Sonnenblumen, Sonnenröschen, Stockrose, Storchschnabel, Tränendes Herz, Vergissmeinnicht und Wilder Wein.

Windblütige Pflanzen

Je unscheinbarer die Blüten, desto mehr findet Windbestäubung statt, denn die Pflanze benötigt keine auffälligen Blüten zur Anlockung von Insekten.

Unter den windblütigen Pflanzen finden sich viele Pollenallergieauslöser. Ihr Pollen sind nicht klebrig und haben meistens eine glatte Oberfläche. Die Pollenproduktion ist sehr hoch. Vertreter sind: Nadelbäume mit Zapfen, Gräser, Bäume/Sträucher mit Kätzchenblüten wie Birke und Hasel, Kräuter wie Beifuß, Brennnessel und Knöterich.

Es gibt auch Pflanzen, die vorwiegend durch Insekten bestäubt werden, aber auch zusätzlich Pollen durch Wind freisetzen, wie die Weide. 

Insektenblütige Pflanzen

Sie sind für die meisten Pollenallergiker kein Problem. Die Blüten sind zwittrig, farbenfroh und häufig sehr auffällig, besitzen Nektardrüsen und können auch Duft verströmen. Das tun sie, um für ihre Bestäuber (Bienen, Hummeln, Tag- und Nachtfalter, Fliegen, Käfer) ein attraktives Angebot zu bieten. Im Gegensatz zu den Windblütlern haben sie größere, klebrige Pollen mit einer meist rauen Oberfläche, so bleibt der Pollen besser am Insekt haften. Zu den Insektenblütlern zählen viele Garten-Pflanzen. Viele haben geschlossene Blüten wie Lippenblütler (z.B. Gartensalbei) oder Rachenblütler (z.B. Elfenspiegel), die sich erst beim Landeanflug der Insekten öffnen. Die Staubblätter können auch in Kronröhren versteckt sein (z.B. Nelkengewächse).