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Gartenplanung

Die Gartenplanung

Wie ein Garten aussehen soll, hängt von den individuellen Vorlieben und auch Familienverhältnissen ab. Kinder wünschen sich eher einen Spielgarten mit Sandkasten, Rasen, Schaukeln oder einem Baumhaus. Ein Garten kann aber auch Ort für Entspannung und Begegnung sein mit Sitzgelegenheiten, schönen Ausblicken auf Blumenrabatten, Sträucher und Bäume. Ein Nutzgarten liefert frisches Obst, Gemüse und Kräuter.

Der Garten ist mehr als die Umrandung des Hauses, er ist für viele ein wichtiger Ausgleich zum Beruf und ein entspannendes Hobby. Die Planung für neue Gärten orientiert sich an den gewünschten Funktionen. Für einen schönen Garten ist ein Konzept wichtig: Eine Skizze der Gesamtfläche, Entwürfe für die Gestaltung, individuelle Wünsche wie Farbpräferenzen.

Speziell für Menschen mit Allergien und Asthma sind Informationen über allergene Eigenschaften und Pollenproduktion der verschiedenen Gartenpflanzen wichtig. Pollenallergiker müssen nicht generell alle Pflanzen meiden. Es muss vielmehr diagnostiziert werden, auf welche pflanzlichen Auslöser sie reagieren. Sind diese bekannt, sollte man sich über die Blütezeit, die Pflanzenfamilie mit ihren typischen Vertretern und eventuelle Kreuzreaktionen informieren.

Bei bestehenden Gärten kann ebenfalls eine Umgestaltung unter Berücksichtigung der Allergenität erfolgen. So kann ein Haselnussstrauch gegen einen unproblematischen Strauch wie etwa eine Weigelie oder Kolkwitzie ausgetauscht werden. 

Ungiftige Alternativen für Kontaktallergiker sind zum Beispiel Fackellilie, Frauenmantel, Lobelie, Löwenmäulchen, Kräuter wie Salbei, Thymian und Katzenminze, Sonnenblumen, Sonnenröschen, Stockrose, Storchschnabel, Tränendes Herz, Vergissmeinnicht und Wilder Wein.

Bodenbeschaffenheit: Der Knet-Test

Beschaffenheit (Bodenkategorie) und Qualität des Bodens sind Grundlagen für eine erfolgreiche Anpflanzung. Eine einfache Einschätzung der Bodenkategorie liefert die Knetprobe. Dafür nimmt man eine Handvoll Bodenmaterial und drückt sie zusammen. Sandboden fühlt sich sandig an und lässt sich nicht kneten, Lehm- und Tonboden dagegen lassen sich im feuchten Zustand gut zusammendrücken, im trockenen Zustand sind sie eher hart und bröckelig. Sandböden sind eher arm an Mineralien und Humus und trocknen schnell aus, sind gleichzeitig aber gut durchlässig für Luft und Wasser, erwärmen sich schnell und lassen sich leicht bearbeiten. Das Einarbeiten von Gesteinsmehlen und Kompost kann die Qualität des Sandbodens und sein Wasserrückhaltevermögen verbessern. Der Lehmboden zeichnet sich durch gute Wasserhaltefähigkeit aus, die allerdings auch nachteilig ist, da der Boden zu Staunässe neigt und sich nur langsam erwärmt. Ein Einarbeiten von Sand und Kompost sowie Gründüngung wirken sich vorteilhaft aus. Es gibt auch fließende Übergänge zwischen den beiden Bodenkategorien. Eine Bodenanalyse liefert eine präzisere Einschätzung der Bodenqualität in Hinblick auf pH-Wert und Nährstoffgehalt. 

Pflanzung planen

Der nächste Schritt ist die Pflanzplanung. Hierfür sollten die Lage des Gartens und die Sonnenverhältnisse berücksichtigt werden. Es gibt viele Pflanzen, die sonnige Plätze benötigen und solche, die schattige Ecken mögen. An der falschen Stelle gepflanzt, gedeihen sie nicht gut. Informationen zum Lichtbedarf der Pflanzen liefern Pflanzenetiketten, Gartenratgeber oder das Internet. Auch Blumenbeete brauchen Planung. Flachere Stauden gehören nach vorne, höhere nach hinten. Auch gilt es den Wechsel der Jahreszeiten zu berücksichtigen. Damit der Garten ganzjährig ein Fest fürs Auge ist, sollten Frühblüher ebenso gesetzt werden wie spätblühende Stauden, die noch im Oktober und November Farbe ins Beet bringen. Gleichermaßen sollten Sie sich überlegen, welche Farben Ihnen gefallen. Soll es ein buntes Beet werden oder sollen nur wenige Farben eine Harmonie bilden.

Heutzutage werden Gärten häufig eher unter Pflegeaspekten geplant. Dabei wird häufig auf Natur-Hecken aus Bäumen und Sträuchern verzichtet. Ist der Garten jedoch von allen Seiten frei zugänglich, können Pollen durch die Luft gut dorthin gelangen. „Hindernisse“ wie Hecken oder Blätter von Bäumen und Sträuchern wirken wie Filter, fangen Pollen auf und verringern so die Pollenbelastung.

Kiesflächen sind modern und werden als pflegeleicht beworben. Aber diese Flächen bieten den Samen von sehr genügsamen und wärmeliebenden Wildkräutern gute Lebensräume. Und sind schwerer sauber zu halten, als viele erwarten.

Am liebsten Rasen?

Viele denken, Rasen sei pflegeleicht und für Allergiker geeignet. Aber ein gepflegter Rasen benötigt viel Aufmerksamkeit. Die Rasenflächen im Garten sollten regelmäßig (wöchentlich) vor dem Eintreten der Blühperiode gemäht werden und benötigen auch Nährstoffzufuhr. Der beim Mähen austretende Pflanzensaft enthält pollenverwandte Allergene und kann Heuschnupfen auslösen. Außerdem können sich Pollen anderer Pflanzen, aber auch Pilzsporen und Staub zwischen den Grashalmen ansammeln und beim Mähen aufgewirbelt werden. Graspollenallergiker sollten im Garten am besten auf Rasen und Ziergräser verzichten oder das Rasenmähen einem beschwerdefreien Familienmitglied übertragen.