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Klimawandel

Pollen-Allergien nehmen stetig zu

In den letzten Jahrzehnten haben Allergien innerhalb der Bevölkerung der Industrienationen stetig zugenommen. Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit über 500 Millionen Menschen unter Heuschnupfen leiden.

Auch Umweltfaktoren werden im Zusammenhang mit der Zunahme allergischer Erkrankungen diskutiert. Studien zeigen, dass neben dem Anstieg von CO2-Konzentration und Lufttemperatur auch die Zunahme von Gewitterstürmen oder der Anstieg von Luftschadstoffen wie Ozon und Feinstaub einen Einfluss auf die Häufigkeit und Schwere allergischer Erkrankungen haben. Höhere CO2-Werte und Lufttemperaturen können die Pollenproduktion bzw. die Allergenproduktion steigern. Daher ist der Klimawandel als Ko-Faktor für die weitere Entstehung von Pollenallergien ins Blickfeld geraten.

Es gibt Hinweise, dass sich die Allergenität der Pollen, das Pflanzenwachstum und auch die Pollenproduktion durch den Klimawandel erhöhen. Der pflanzliche Jahreszyklus ist von der Tageslänge und der Temperatur abhängig. Die Pollenproduktion ist auch von der Photosyntheseleistung und den dazu zur Verfügung stehenden Rohstoffen Kohlendioxid (CO2) und Wasser abhängig. Eine erhöhte CO2-Konzentration führt zu mehr Biomasse, und dadurch zu einer möglich stärkeren Pollenproduktion. Eine amerikanische Studie zeigte, dass sich bei einer Verdopplung des CO2-Gehalts in der Luft, die Produktion von Pollen beim Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) um über 60 Prozent erhöht. Wissenschaftler, die in 13 Ländern Pollen-Zeitreihen untersuchten, zeigten einen europaweiten Anstieg der Pollenbelastung. Die Pollenmenge in städtischen Regionen ist dabei höher als auf dem Land. Die Forscher erklären dies mit den höheren Lufttemperaturen, CO2- und Schadstoffbelastungen in Städten.

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