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Klimawandel

Stadtklima und Allergenbelastung

In urbanen Regionen ist die Durchschnittstemperatur erhöht im Vergleich zu ländlichen Gebieten. Dies fördert die Produktion der Biomassen und auch die Freisetzung der Pollen. Höheren Schadstoffemissionen (Stickoxide, Ozon, Feinstaub) der Städte können die quantitative Pollenproduktion und ihre Allergenität erhöhen.

Dazu können Pollen im Bereich stark befahrener Straßen immer wieder aufgewirbelt werden.

In Städten zeigt sich ein Anstieg der Pflanzenarten, während ihre Anzahl im Umland eher sinkt. In vielen Städten werden auch neu angesiedelte Arten gefunden, die für die Allergieproblematik relevant sind (wie z.B. Ambrosia).

Durch die Auswahl geeigneter nicht allergener Pflanzen in öffentlichen Grünanlagen und Grünflächen kann die allergene Belastung reduziert werden. Aber auch über die konsequente Bekämpfung invasiver allergener Pflanzen wie z.B. Ambrosia. Inzwischen haben einige Bundesländer Bekämpfungsaktionen ins Leben gerufen, um die Verbreitung von Ambrosia einzudämmen. Adressen finden Sie auf Seiten des Julius Kühn-Institutes: (http://pflanzengesundheit.jki.bund.de/index.php?menuid=60&reporeid=74).

Bei der Stadt-Land-Problematik wurde erforscht, warum Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, seltener Allergien und Asthma haben. Hier fanden die Forscher bestimmte mikrobielle Belastungen im bäuerlichen Umfeld, die einen Schutzeffekt haben sollen.

Hierzu gibt es aber auch widersprüchliche Studienergebnisse die zeigen, dass noch andere Effekte für die Allergieentstehung entscheidend sind.

Eine Untersuchung, bei der die Allergiehäufigkeit von über 5.000 Kindern im Raum München und in ländlichen Regionen des Ruhrgebietes (rund um Duisburg) untersucht wurde, zeigte unterschiedliche Ergebnisse  bei ähnlicher Begrünungsdichte. In einer grünen Region im Raum München wurde überdurchschnittlich häufig ein allergischer Schnupfen bei den Kindern festgestellt, im ländlichen Ruhrgebiet zeigte sich in grüner Umgebung eher ein Schutz vor einem allergischen Schnupfen. Die Forscher vermuten daher, dass die Art der Bepflanzung ebenfalls einen Einfluss haben kann.